Mehr Entscheidungssicherheit: das Forrester-Framework für Buy vs. Build

22/07/2026
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Dieser Report behandelt:

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Warum KI die Kosten für die Softwareentwicklung senkt, nicht aber die Kosten für deren Governance und Wartung

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Die vier Fehlerfallen, in die Unternehmen geraten, wenn die Buy-vs-Build-Debatte ungelöst bleibt

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Ein fünfstufiges Application Capability Stewardship Framework für klügere, tragfähigere Entscheidungen

Früher stellte sich die Frage denkbar einfach dar: Software kaufen oder selbst entwickeln? Die Antwort lautet jedoch selten ausschließlich Buy oder Build. Entscheidend ist vielmehr: Welche Funktionen sollten selbst entwickelt, welche zugekauft werden – und wie lassen sich beide sinnvoll verzahnen? Die vorliegende Studie liefert das Framework, das diese Entscheidung fundiert.

KI hat die Ausgangslage grundlegend verändert. Die Entwicklung von Software ist günstiger denn je – und genau deshalb ist die Entscheidung anspruchsvoller geworden.

Ohne ein klares Framework verfangen sich viele Unternehmen in dem, was Forrester als „irrational decision loop" beschreibt: ein fortwährendes Oszillieren zwischen Buy, Build und Generate – ohne belastbare Verantwortlichkeiten, klare Zuständigkeiten oder eine Perspektive auf langfristige Wertschöpfung. Die Folge sind fragile Anwendungen, gebundene Entwicklungskapazitäten und die trügerische Annahme, KI-generierter Code sei eine Abkürzung, während er tatsächlich eine langfristige Verpflichtung begründet.

Der Report "Use The Application Capability Stewardship Framework To Decide When To Buy, Build, Or Generate Apps," von Joe Cicman und Ken Parmelee, Forrester Research, Inc., Juli 2026, liefert das Framework, um diesen Kreislauf zu durchbrechen.

Inhalte des Reports im Überblick: 

  • Forresters fünfstufiges Application Capability Stewardship Framework – einschließlich der Verankerung von Entscheidungen in der Lifecycle-Phase, der Trennung von Kernsystemen und Edge-Funktionen sowie der Anwendung klarer Kriterien auf Basis der Frage, ob eine Funktion tatsächlich differenzierend wirkt.
  • Ein Balanced-Scorecard-Ansatz zur Steuerung von Funktionen über ihren gesamten Lebenszyklus – als Grundlage evidenzbasierter Entscheidungen darüber, wann Funktionen zu skalieren, neu auszurichten oder einzustellen sind.
  • Ein fundierter Reifegrad-Test für die Organisation – einschließlich der Frage, ob das Team über die erforderlichen Kompetenzen, Governance-Strukturen und eindeutigen Zuständigkeiten verfügt, um das Entwickelte dauerhaft zu tragen.

Die Informationen in Forrester-Publikationen basieren auf Forresters Bestreben, die besten zum jeweiligen Zeitpunkt verfügbaren Ressourcen zusammenzustellen und zu analysieren. Die dargestellten Einschätzungen spiegeln das Urteil zum jeweiligen Zeitpunkt wider und können sich ändern. Dieser Report ist Teil einer umfassenderen Sammlung von Forrester-Ressourcen, darunter interaktive Modelle, Frameworks, Tools, Daten und Zugang zu Analystenberatung. 

Häufig gestellte Fragen

  • Warum wird die Buy-vs-Build-Entscheidung schwieriger statt einfacher?

    KI hat die Kosten der Softwareentwicklung erheblich gesenkt und lässt die Eigenentwicklung dadurch attraktiver erscheinen als bislang. Die anspruchsvollere Aufgabe jedoch – das Steuern, Warten und Betreiben des Entwickelten – ist dadurch nicht günstiger geworden. Forresters Analyse zeigt, dass die meisten Unternehmen diese laufenden Kosten unterschätzen und in einem endlosen Abwägungsprozess ohne klare Zuständigkeit oder langfristige Wertperspektive verharren.

  • Was ist Forresters Application Capability Stewardship Framework?

    Es handelt sich um ein fünfstufiges Entscheidungsframework, das Unternehmen dabei unterstützt, nicht länger auf das jeweils neueste Tool zu reagieren, sondern disziplinierte und tragfähige Entscheidungen über ihre Funktionen zu treffen. Das Framework umfasst die Verankerung in der Lifecycle-Phase, die Klassifizierung von Funktionen, die Prüfung anhand klarer Grenzen (Hard Gates), die Bewertung der organisatorischen Reife sowie eine Balanced Scorecard für die kontinuierliche Steuerung.

  • Verändert KI die Buy-vs-Build-Gleichung?

    Ja – jedoch nicht in der vielfach angenommenen Weise. KI senkt die Hürde für die Entwicklung. Sie schließt indes weder die Lücke bei der Fachexpertise, noch reduziert sie laufende technische Altlasten oder gewährleistet, dass das heute Generierte morgen auch im Produktivbetrieb bei voller Skalierung Bestand hat. Forrester weist darauf hin, dass große Softwareanbieter dieselben KI-Werkzeuge einsetzen – das Kräfteverhältnis verschiebt sich also nicht automatisch zugunsten der Eigenentwicklung, nur weil KI die Einstiegskosten senkt.

  • Wann ist die Eigenentwicklung dem Zukauf vorzuziehen?

    Eine Eigenentwicklung empfiehlt sich, wenn eine Funktion zum Kern-IP oder zu einem echten Wettbewerbsvorteil zählt – wenn sie also einen Vorsprung schafft, den eine Standardlösung nicht abzubilden vermag. Der Zukauf bietet sich an, wenn das Problem am Markt bereits überzeugend gelöst ist und die Funktion keinen entscheidenden Wettbewerbsvorteil darstellt. Für Funktionen, die zwischen diesen Polen liegen, empfiehlt sich ein kombinierter Ansatz: den Zukauf der Infrastrukturebene mit der darauf aufbauenden eigenen Differenzierung zu verbinden.

  • Welche Fehler unterlaufen Unternehmen bei der Entscheidung zwischen Buy und Build am häufigsten?

    Forrester identifiziert vier wiederkehrende Fehlerquellen: die Entwicklung fragiler Anwendungen, die auf Geschwindigkeit statt auf Beständigkeit ausgelegt sind; die Neuentwicklung von Standardfunktionen, die Anbieter bereits zuverlässig abdecken; die Überschätzung des Wettbewerbsvorteils durch KI-generierten Code; sowie die Fehleinschätzung, KI-Generierung sei eine Abkürzung, obwohl sie erhebliche laufende Verpflichtungen in Entwicklung und Wartung nach sich zieht.